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DSL Glossar 29. 3. 2010, 10:21

In unserem großen DSL-Glossar erfahren Sie, was sich hinter den grundlegenden Begriffen der DSL-Technik verbirgt.

ADSL = Asymmetric Digital Subscriber Line
Die Abkürzung ADSL bedeutet übersetzt, dass es sich um einen asymetrischen, also ungleichen, digitalen Anschluss handelt. Asymetrisch deshalb, weil die Uploadgeschwindigkeit wesentlich geringer ist als die Downloadgeschwindigkeit. ADSL ermöglicht analog oder per ISDN zeitgleiches Surfen und Telefonieren über herkömmliche Kupferkabel.

Breitband-Internetzugang
Die DSL-Technik macht über einen Breitband-Internetzugang das schnelle Downloaden von unterschiedlichen Dateien zur gleichen Zeit möglich. Dabei wird die Bandbreite eines Übertragungskanals, beispielsweise bei einem Kupferkabel, dazu genutzt, verschiedene Signale zu teilen und so zu übertragen, dass jeder Kanal eine eigene Frequenz benutzt. ISDN-Zugänge oder Modems stellen keine Breitbandzugänge dar.

Call by Call = Anruf für Anruf
Hierbei werden Telefon- und Internetverbindungen von einem anderen Anbieter bereit gestellt, als mit dem Vertragsanbieter. Es fällt dabei keine Grundgebühr an und man zahlt nur für die verbrauchte Zeit- oder Volumeneinheit. Die Anbieter kann man je nach Leistung und Tarif, „Anruf für Anruf“ wechseln. Dazu muss lediglich eine bestimmte Telefonvorwahlnummer des Call by Call – Anbieters verwendet werden.

DSL = Digital Subcriber Line
Die „Digitale Anschlussleitung” bezeichnet Übertragungstechniken, bei denen mit hoher Geschwindigkeit digitale Daten über Zweidraht-Kupferkabel gesendet werden, ohne die Telefonleitung zu blockieren. Die DSL-Technik kann bei ISDN- und bei Analoganschlüssen eingesetzt werden. Der Begriff DSL wird auch oft verwendet, wenn man von ADSL spricht und realisiert über einen DSL-Anschluss schnelle Verbindungen ins Internet.

DSL-Verfügbarkeit
Die Möglichkeit, über einen DSL-Anschluss zu verfügen, ist von diversen technischen Voraussetzungen, wie durchgängige Anschlussleitungen oder ausreichende Ports abhängig. Besonders in ländlichen Gebieten ist DSL noch nicht flächendeckend vorhanden.

Ethernet / Ethernet-Karte
Damit Computer und deren Peripheriegeräte untereinander in lokalen Netzwerken, sowie mit dem Internet verbunden werden können, wird eine kabelgebundene Übertragungstechnik benötigt, die man Ethernet nennt. Um diese Verbindungen zu anderen Hardwarekomponenten zu schaffen, und einen gemeinsamen Internetzugang zu ermöglichen, wird eine Netzwerkkarte, die Ethernet-Karte, benötigt.

Fastpath
(A)DSL-Zugänge besitzen für die Übertragung von Datenpaketen eine Fehlerkorrektur, auch Interleaving genannt. Schaltet man Interleaving ab, so spricht man von Fastpath. Die fehlende Korrektur erlaubt schnellere Ping-Zeiten, d.h. eine bessere Antwortzeit bei Servern und somit eine schnelle Datenübertragung, was sich besonders bei Onlinespielen oder bei der Internet-Telefonie auf Grund besserer Reaktionszeiten bemerkbar macht.

Glasfaserkabel
Glasfaserkabel bestehen aus langen, maximal 1/20mm dünnen Fasern, die aus geschmolzenem Glas hergestellt werden. Sie eignen sich auf Grund ihrer sehr hohen Leistung bei der Übertragung hochfrequenter Lichtimpulse ausgezeichnet als Informationsträger bei der Datenübermittlung. Glasfaserkabel sind resistent gegenüber elektrischen-magnetischen Einflüssen und äußerst abhörsicher.

HDSL = High Data Rate Digital Subscriber Line
Seit den 1990er –Jahren dient HDSL als Ergänzung der DSL-Technik, und nutzt die höheren Frequenzmöglichkeiten von doppeladrigen Kupferkabeln. Die Übertragung erfolgt symetrisch mit einer Geschwindigkeit von 2,048 Mbit/Sek und ist für die Verwendung von Standleitungen sinnvoll. Für größere Übertragungsstrecken werden Repeater notwendig. Die Weiterentwicklung von HDSL ist SDSL.

ISDN = Integrated Services Digital Networks
Das „serviceintegrierende digitale Netzwerk” gilt als Standart für digitalen Telefonanschluss, der über zwei parallel zu nutzende Leitungen bzw. Kanäle verfügt. Damit ist es möglich, im Internet zu surfen und zu telefonieren, ohne eine Leitung zu blockieren. Dabei werden Komfortfunktionen, wie Konferenzschaltung oder Rufnummernanzeige unterstützt.

Kabel DSL
Ein digitaler Fernsehanschluss bildet die Basis für DSL über Kabel. Damit ist es möglich, neben TV und Radio, auch Telefonanschlüsse und Internetverbindungen über den Fernsehanschluss zu benutzen. Das setzt eine bidirektionale Datenübertragung voraus, die Signale in beide Richtungen von Punkt zu Punkt sendet.

LAN = Local Area Network
Die kabelgebundene Verbindung mehrerer Computer und deren Hardwarekomponenten untereinander wird als lokales Netzwerk, LAN, bezeichnet. Diese Computernetzwerke findet man ebenso in stationären Bereichen bei Firmen, Internet-Cafés und Universitäten, wie bei Kongressen oder anderen Veranstaltungen.

Logfile / Logdatei
Eine Logdatei zeichnet alle Aktivitäten der Hard- und Software auf, die über einen Computer gelaufen sind. Das dadurch entstandene Protokoll lässt Rückschlüsse auf Systemfehler zu und hilft, diese zu beheben.

Modem
Das aus den Anfangsbuchstaben zweier Begriffe gebildete Kurzwort Modem stammt aus den Worten MOdulator und DEModulator. Ein Modem wird benötigt, um digitale Daten in analoge Signale zu wandeln (modulieren). Diese Signale werden über analoge Leitungen gesendet. Beim Empfänger werden sie durch das Empfängermodem wieder in digitale Daten zurück gewandelt (demoduliert).

Netzwerk
Den Zusammenschluss unterschiedlicher Geräte, wie beispielsweise Computer, bzw. Notebooks mit einem Drucker, Scanner oder das Telefon bezeichnet man als Netzwerk. Ein Austausch der Daten erfolgt über ein Kabel als LAN, oder kabellos über Funksignale als WLAN.

Online / Offline / Online-Dienste
Online bedeutet soviel wie „im Netz“ und bezeichnet den Zeitpunkt, wann sich ein Computer in ein Netzwerk oder das Internet eingeloggt und wieder ausgeloggt hat. Das trifft ebenfalls für die Erreichbarkeit von Peripheriegeräten, wie Drucker zu. Das Gegenteil von Online ist Offline. Online-Dienste bieten Serviceleistungen wie Online-Banking an.

Ping
Ein Computerprogramm, überprüft durch ein gesendetes Signal, einem „Ping“, die Reaktionszeit, wie lange es dauert, bis ein bestimmter Server erreichbar ist und dieses Signal zurück gesendet wird. Eine schneller Ping macht eine Echtzeitkommunikation, beispielsweise Internettelefonie, erst möglich. Der Name „Ping“ ist militärischen Ursprungs, und bezeichnet die zum Aufspüren von U-Booten akustischen Sonarsignale, die sich wie „Ping“ anhören.

Provider
Anbieter, die ihren Kunden einen (A)DSL-Anschluss, bzw. die dazu notwendige Leitung mit einem entsprechenden Tarif zur Verfügung stellen, werden Provider genannt. Provider bieten Dienstleistungen zur Nutzung des Internets an

PPP = Point to Point Protocol
Der Verbindungsaufbau und die zustande gekommene Verbindung zwischen einem Internet-Provider und einem Internet-User wird durch das „Punkt zu Punkt Protokoll” geregelt. Das PPP gilt als Standart für die Einwahl in das Internet.

Quad
Ein Informatikbegriff, der jeweils einen der vier Zahlenblöcke beschreibt, aus denen eine IP-Adresse besteht. Diese vier Zahlenblöcke werden durch einen Punkt getrennt. Die Quads der Muster-IP-Adresse 189.136.43.123 unterteilen sich wie folgt: 189. = Quad 1 136. = Quad 2 43. = Quad 3 123 = Quad 4

Repeater
Sie werden als Signalgenerator in der Netzwerktechnik und Telekommunikation eingesetzt. Empfängt ein Repeater ein Signal, so beseitigt das Gerät entstandene Störungen aus diesem Signal, ohne jedoch die übertragenen Daten zu beeinflussen. Repeater ab drei Anschlussen werden auch Multiport-Repeater oder Hub genannt.

Router
Die Hardwarekomponenten, mit denen alle Computer eines Netzwerkes verbunden sind und mit denen damit Telekommunikationen, bzw. Internetzugänge möglich gemacht werden, nennt man Router. Die notwendigen Provider-Zugangsdaten werden direkt im Router abgespeichert und können für die Einwahl von mehreren Computern in das Internet benutzt werden. Viele Router sichern über eine Firewall den Interent-Zugriff ab.

SDSL = Symmetric Digital Subscriber Line
SDLS wird mit „Gleicher (Symetrischer) Digitaler Teilnehmeranschluss” übersetzt und ist so die symetrische Form von ADSL. Die Datenübertragung bei einem Upload ist dabei genau so hoch wie die bei einem Download. Es ist ein reiner Datenanschluss. Telefonie ist dabei nur über das Internet möglich.

Speedtest = Geschwindigkeitstest
Um zu messen, wie schnell die Geschwindigkeit des eigenen Internetanschlusses ist, kann man einen Speedtest durchführen. Dabei nutzt man ein kostenloses Programm im Internet, das die Bandbreite der DSL-Leitung misst. Zu dem Zweck werden Daten zu einem Server rauf und wieder runter geladen.

Standleitung
Standleitungen haben weder Rufnummern noch Einwahlverfahren und realisieren eine permanente Internetverbindung, die bei einem Provider beantragt werden muss. In der Telekommunikation sind Standleitungen eine gängige Verbindungsart, die über Kupferkabel Daten von bis zu 2 Mbit/Sekunde übertragen.

TCP/IP = Transmission Control Protocol / Internet Protocol
Das TCP/IP ist eine Verständigungsform, durch die Daten zwischen Computern über das Internet ausgetauscht werden. Alle im Internet eingeloggten Computer haben eine IP.Adresse, mit der sie somit identifizieren und zugeordnet werden können. TCP/IP kann für Vernetzungen aller Art eingesetzt werden.

UMTS = Universal Mobile Telecommunication System
Das „universelle, mobile Telekommunikationssystem“ wird im Mobilfunkbereich eingesetzt und gilt als Datenübertragungsstandart. Es ist fast vierzig Mal schneller als der herkömmliche GSM-Standart und ermöglicht, mehrere Datenübertragungen parallel durchzuführen. So ist Telefon- und SMS- oder MMS-Empfang gleichzeitig möglich.

WLAN = Wireless Local Area Network
Bei WLAN, auch W-LAN oder Wireless LAN geschrieben, handelt es sich um ein drahtloses, lokales Netzwerk, in dem Daten durch Funk übertragen werden. So können beispielsweise Drucker oder Scanner und Note- bzw. Netbooks kabellos Daten austauschen und auf das Internet zugreifen.

Speedmeter-Forum 5. 3. 2010, 10:00

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